Saison 2009 der Regattagruppe Kinder

(Philip Nickels)

Teilnehmer
Ester Kilthau 1997
Mona Heftrich 1997
Lenny Stenger 1996
Nils Bullmann 1997
Anna Buhne 1997
Katharina Bauriedel 1996
Anna-Maria Voigt 1997
Philipp Scheiner 1998
Merle Scheiner 1996
Meret Sypli 1998
Anna Determann 1998
Willi Unkelbach 1997
Max-Johannes Kroth 1998
Betreuer
Christel Pieroth
Meike Heftrich
Werner Bonifer
Philip Nickels

Die erste Prüfung für die Regatta-Gruppe mit Esther, Mona, Lenny und Nils, die auch schon im Herbst 2008 auf sich aufmerksam gemacht hatten, und den Neueinsteigern Anna-Maria, Anna B. und Katharina stand Anfang Mai im Mannheimer Hafen auf dem Programm.
Nach einem geglückten Ostertrainingslager konnte sich der zwar außer Konkurrenz startende Mädchen-Vierer, der nach den drei Neuen von Mona komplettiert und von Esther gesteuert wurde, mit einer ordentlichen Zeit über 3000 Meter eine Medaille verdienen. Die beiden Jungs konnten das Glück im Doppelzweier leider nicht erzwingen. Dennoch zeigten sie nach derzeitigem Trainingsstand sowohl über die Langstrecke als auch über die 1000 Meter am Sonntag eine ansprechende und sehr gute kämpferische Leistung, sodass dem großen Ziel Bundeswettbewerb in München-Oberschleißheim im Sommer entgegengefiebert werden durfte. Auch der bekannte Leichtgewichts-Doppelzweier von Mona und Esther hielt sich gegen die Konkurrenz wacker, konnten den schwergewichtigen Gegnern aber leider nur bedingt die Stirn bieten. Doch auch auf diese Leistung sollten sie aufbauen.

Da mit Offenbach schon zwei Wochen später der letzte Leistungstest vor dem Landesentscheid in Kassel anstand, der sogleich die Vorraussetzung für die Qualifikation zum Bundeswettbewerb ist, war die Vorbereitungszeit so kurz wie nie und damit Schweiß und Fleiß an der Tagesordnung im Training. Leider platzte auch in Offenbach der Knoten nicht so recht, doch entmutigen ließ sich deshalb niemand. So saßen wir wenig später mit Wut im Bauch im Vereinsbus Richtung Kassel und nahmen uns vor, mit aller Macht die Qualifikation gemeinsam zu schaffen.
Und so kam es dann auch, Philipp steuerte seine vier Mädels als 2. aufs Treppchen. Nils und Lenny setzten sogar noch einen drauf und fuhren ungefährdet als Landessieger ins Ziel. So konnte die Reise nach München zur Olympiastrecke geplant werden. Sechs Regattafreie Wochen lagen vor uns, da die Gießener Pfingstregatta mangels Beteiligung ausfiel. Die lange Pause wirkte sich leider nicht wie erhofft positiv aus, der gerade erst ins Laufen gekommene Motor stockte erneut zur falschen Zeit. Doch getreu dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles” trat die Gruppe den Heimweg zwar ohne Edelmetall an, doch war es eine für alle interessante und lehrreiche Veranstaltung.

Mit vielen guten Vorsätzen gingen alle in die Sommerpause, um nach weiteren sechs Wochen den Herbst in Mühlheim und Wiesbaden zu begehen. Durch eine sehr engagierte Nachwuchsarbeit von Meike Heftrich, Werner Bonifer und Christel Pieroth konnten sage und schreibe sechs Kinder in die Regattagruppe vordringen. Meret, Anna D., Merle, Philipp, Max und Willi sorgten nicht nur für frischen Wind, sondern konnten auch ihre ersten Siege für die FRGO einfahren. Bei beiden genannten Wettkämpfen dominierten die „Newcomer” die Szene und konnten sowohl im Einer als auch im Doppelzweier die Konkurrenz das Fürchten lehren. Lenny und Nils sowie Mona und Esther wurden leider weiterhin nicht für ihre engagierten Trainingsleistungen belohnt und mussten sich immer wieder mit dem undankbaren 2. Platz begnügen. Nur Nils konnte im Einer die Konkurrenz in die Schranken weisen und sollte nach Offenbach, wo er von einer in die Wettkampfstrecke eingedrungenen Jacht fast über den Haufen gefahren wurde, den Rest der Saison in dieser Bootsklasse ungeschlagen bleiben. Da Anna-Maria und Katharina eine kleine Auszeit von den Regatten nahmen, konnte Anna B. ihre ersten Erfahrungen im Einer sammeln.

Anfang Oktober stand, wie seit drei Jahren leider üblich, der zweite Teil der Hessischen Meisterschaften an, dieses Mal über die 1000-Meter-Distanz. Gut vorbereitet und mit frischen Kräften machten wir uns auf den Weg ins kalte Eschwege, wo der Fluch des knappen Scheiterns endlich besiegt werden sollte. Der Frust über diese Situation verlieh allen Flügel, sodass Katharina im Einer mit Bronze den Medallienregen eröffnete. Sie wäre in einem beherzten und mit viel Leidenschaft geführten Schlussspurt fast noch eine Stufe höher auf dem Treppchen geklettert, doch war die Kontrahentin einen Bugball weit vorne. Mit einer ebenfalls mehr als überzeugenden Leistung setzten sich Esther und die neue Partnerin Merle gegen die starke Konkurrenz durch und errangen Silber. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, verwiesen Nils, Willi, Anna B. und Meret im Mixed- Vierer in einem umkämpften Rennen alle anderen auf die Plätze und wurden Hessenmeister. Nils konnte den Titel als einziger diese Saison gleich zweimal für sich beanspruchen. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass sowohl die in Kassel sowie die in Eschwege gestarteten Boote alle eine Medaille gewonnen haben.

Nach diesen erfreulichen Ergebnissen trugen wir noch unseren Teil dazu bei, dass das hessische Team den zweiten Platz beim Ländervergleichskampf in Hanau belegen konnte. Hier konnte Lenny mit einem Sieg im Einer seine Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen.

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