Der Ironman Frankfurt am Main ist mehr als nur ein Triathlon – er ist eine echte Herausforderung für Körper und Geist.
Paul’s Erlebnisbericht

Der Morgen begann sehr früh – um 4:30 Uhr, um genau zu sein. Zum Frühstück gab es ganz klassisch: Fusilli, pur und ohne alles.
Der Shuttleservice war schon am frühen Morgen an seiner Belastungsgrenze. Überfüllte Busse und gestresste Sportler sorgten für einen hektischen Start in den Tag. Ich schaffte es gerade noch rechtzeitig in die Wechselzone, um meine Reifen zu kontrollieren und meine Nutrition am Rad zu befestigen – in der Hoffnung, dass auch alles bis zum Schluss hält.
Zum Glück konnte ich alles erledigen, was nötig war. Das galt leider nicht für einige andere Sportler, die bereits vor dem Start mit Problemen zu kämpfen hatten.
Das Schwimmen verlief genau nach Plan. Mit einem Durchschnitt von 1:58 min pro 100 Meter kam ich nach 1:15 Stunden aus dem Wasser und lag damit genau in meinem angestrebten Zeitfenster.
Auch der erste Wechsel funktionierte reibungslos. Auf dem Rad war ich mit einem 40-km/h-Schnitt unterwegs und fuhr motiviert Richtung erster Verpflegungsstation.
Doch schon beim ersten Abschnitt mit Kopfsteinpflaster bemerkte ich, dass sich mein Flaschenhalter gelockert hatte. Ich musste deshalb beim Technical Support anhalten und verlor dort rund zwei Minuten.
Leider sollte das nicht das einzige Problem bleiben. In der zweiten Runde sprang auf dem Kopfsteinpflaster meine Flasche mit den Carbs aus dem Halter. Von da an musste ich auf Gels umsteigen – eine Entscheidung, die mein Magen leider überhaupt nicht gut vertrug.
Trotzdem stieg ich nach einem 35-km/h-Schnitt innerhalb meines geplanten Zeitfensters vom Rad, wenn auch bereits etwas angeschlagen.
Der Halbmarathon begann vielversprechend. Die erste Runde lief gut und ich freute mich besonders auf meine persönliche Cheering Zone im Rudererdorf.
Zu Beginn der zweiten Runde merkte ich jedoch, dass mein Magen langsam zumachte. Ich versuchte mit allen möglichen Mitteln gegenzusteuern, doch leider ohne Erfolg.
Trotz der Beschwerden kämpfte ich mich weiter. Im Rudererdorf gaben mir Familie und Freunde noch einmal einen zweiten Wind. Leider hielt dieser nur etwa einen Kilometer an. Die letzten zwei Kilometer wurden zu einem echten Kampf – weniger gegen die Beine als gegen den eigenen Kopf.
Als ich schließlich die Ziellinie überquerte, war ich einfach nur glücklich, es geschafft zu haben. Die Erleichterung war riesig und ich freute mich auf die wohlverdiente Erholung nach einem langen, ereignisreichen Tag.
Text: Paul Ponyiczky
