“Nichts für Weicheier”, das ist das Motto der Rudervereinigung RIC in Amsterdam für ihren Midwintermarathon über 54 Kilometer rund um und durch Amsterdam am kürzesten Tag des Jahres.
Die Strecke führt erst 30 Kilometer durch die Landschaft und Vororte rund um Amsterdam und dann über 20 Kilometer durch die Amsterdamer Grachten. Nach etwa 14,5 km wird die Zeit angehalten, damit die Boote eine nicht ruderbare Engstelle passieren können. Das Rudern in den Grachten ist eine besondere Herausforderung und ohne GPS kaum zu meistern, damit man sich nicht verfährt und die richtigen Abzweigungen erwischt. Dazu kommen Ausflugsboote, die gerne mal quer liegen und Engstellen. Gerudert wird im GIG 2x+, 3x+ oder 4x+ sowie der besonderen Bootsklasse Whelly (2 Ruderer, 2 Steuerleute) jeweils als Frauen-, Männer- oder Mixedboot. Gewertet wird innerhalb der Klasse ohne Berücksichtigung des Alters sowie ein Gesamtsieger über eine Handycap-Regelung.
Die Bedingungen waren dieses Jahr grundsätzlich gut, jedoch war es sehr nebelig mit Sichweiten deutlich unter 150 m, was gerade auf den ersten 30 km eine Herausforderung für die Steuerleute war, um den optimalen Kurs zu treffen. Es war nicht immer klar und rechtzeitig zu erkennen, ob eine Links- oder Rechtskurve kommt und zu überholende Boote tauchten dann auch immer wieder mal “plötzlich” aus dem Nebel auf.
Dieses Jahr war die FRGO mit Wolfgang Friedrich am 20.12. das erste Mal beim Midwintermarathon dabei. In Renngemeinschaft mit Sebastian Göbel (FRC), Guido Stanovsky (FRC), Hauke Rinsdorf (RV Wandsbek, Hamburg) und Frank Gäbler (RV Teichwiesen, Hamburg) wurde die Strecke in schnellen 4:16:54 h absolviert, was die schnellste Zeit des Tages in der offenen Klasse 4x+ knapp vor dem RC Bergedorf mit 4:17:01 h und überhaupt von allen 70 gestarteten Booten war. Bedingt durch die Handycap-Regelung, die über einen Faktor die kleinen Bootsklassen bevorzugt, ergab das im Gesamtklassement Platz 7.

www.midwintermarathon.ricamsterdam.nl
Wolfgang Friedrich
